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Hunderassen von A – Z

Viele Menschen möchten ihre Familie vergrößern, indem sie sich einen Hund anschaffen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn es gibt sehr viele Hunderassen. Aus diesem Grund sollte sich jeder Hundefreund fragen, was ihm an dem Tier besonders wichtig ist. Geht es dem zukünftigen Besitzer etwa um die bestimmten Eigenschaften einer Rasse oder nur um das Aussehen? Vielleicht soll das Tier auch spezielle Charakterzüge haben, eine bestimmte Größe und einen besonderen Verwendungszweck. Um jetzt herauszufinden, welche Hunderasse nun die Richtige ist, kann die Beschreibung der einzelnen Hunde hilfreich sein.

Für welche Hunderasse sollte man sich entscheiden?

Ein Hund gehört dazu. Er wird als Schutz für die Familie oder andere Aufgaben benötigt. Vielleicht avanciert er auch zum Mitglied der häuslichen Gemeinschaft? Doch für welche der Hunderassen soll sich der Halter entscheiden? Zuerst wendet man sich deshalb dem zugrundeliegenden Begriff der Rasse zu. Über die Rasse werden das Aussehen, der Charakter sowie die wesentlichen Charakterzüge definiert. Während die Mini- und Kleinrassenhunde bis zu 40 cm groß werden können, erreichen große Hunde eine Widerrissgröße von 70 cm.

Das Aussehen spielt der jeweiligen Hunderassen nur eine Rolle. Viel wichtiger sind jedoch der Charakter sowie einige andere rassenspezifische Faktoren. Große Hunde benötigen eine umfassende Bewegungsfreiheit. Der Halter sollte mit ihnen lange Spaziergänge machen. Dazu kommt die Hundeschule. Auch erwachsene Hunderassen freuen sich auf das Wochenende oder die Ausstellungen, bei denen sie ihre Artgenossen treffen oder ihr Können unter Beweis stellen.

Für spezielle Aufgaben benötigt der Halter eventuell einen Hund, der sich besonders gut für den Schutz einer Herde oder die Jagd eignet. Hat der Besitzer nur eine kleine Wohnung und wenig Zeit, dann müssen sich diese Optionen mit den charakterlichen Eigenschaften des Hundes decken. In eine kinderreiche Familie passt nur ein Vierbeiner, der für seine kinderfreundliche und gutmütige Art bekannt ist.

Bei 353 registrierten Hunderassen fällt die Auswahl schwer. Deshalb hat der FCI auf internationaler Basis eine entsprechende Kategorisierung vorgenommen. Hier kann der Interessent den für ihn passenden Begleiter leicht finden.

Wie sind die Hunderassen entstanden?

In früheren Jahrhunderten dienten die meisten Hunde als Nutztiere. Sie schützten den Hof oder wurden zur Jagd eingesetzt. Hierbei galten sie schon als reinrassig, wenn sie die Beute gut aufspüren und die Jagdgesellschaft beim Erlegen unterstützen konnten. Die Jagd als solches war wiederum dem Adel und führenden Klassen vorbehalten.

Mit dem zunehmend aufblühenden Bürgertum nahm auch die Beliebtheit der Hunde zu. Sie waren nicht nur Gebrauchshunde, sondern bereicherten die Familien. Man ging mit ihnen spazieren und betrachtete sie zunehmend als Familienzuwachs. Einige Hunderassen entwickelten sich außerdem zu Statussymbolen, die nicht nur in den Familien ihren Platz fanden, sondern auch ihre Herren schützen und repräsentierten.

Die Menschen legten auch einen höheren Wert auf das jeweils besondere Aussehen ihrer Hunderassen. Neben Jagd- und Hütehunden kamen städtische Begleiter in Mode. Während die Halter, die über große Häuser mit Gärten verfügten, gerne auf Hunde mit großem Bewegungsdrang und körperlicher Kraft zurückgriffen, waren es in der Stadt eher kleine Tiere, die problemlos in einer Wohnung gehalten werden konnten.

In diesem Rahmen beschäftigten sich viele Menschen mit der Zucht der Vierbeiner. Dazu gehören auch Ausstellungen, auf denen die Verantwortlichen Informationen austauschen, Kontakte pflegen und ihre wertvolle Hunde verkaufen. Die Züchter gründeten und gründen Verbände und Vereine, die wiederum die Interessen ihrer Mitglieder fördern. Wer sich als späterer Halter an einen Verband und seine renommierten Züchter hält, kann davon ausgehen, das er einen gesunden Hund erwirbt.

Auch vergessene Hunderassen, wie der Bearded Collie, fanden ihren Weg zu den Züchtern, die sich dieser Tiere annahmen. Neben den schon in Europa Arten exportierte man solche aus fernen Ländern wie Afrika. Von hier kommt beispielsweise der Azawakh, der sich als Windhund einen ausgezeichneten Ruf erwarb.

Auch beim Sport spielten Hunde eine zunehmend größere Rolle. Neben Windhunden, die in Rennen ihr bestes gaben, wurden Hunde für Rettungs- und Bergungszwecke in den Bergen benötigt. Unternehmen, die ihre Betriebe auch außerhalb der Betriebszeiten bewachen lassen, greifen auf Wachdienste mit ihren Schutzhunden zurück.

Im Laufe des 20. Jahrhundert bemühte man sich um die Einführung eines einheitlichen Standards. Der FCI oder kynologischer Dachverband Fédération Cynologique Internationale nahm sich allen Hunderassen an. Einige werden durch die Entscheidungsträger direkt kategorisiert. In anderen Fällen melde Liebhaber und Förderer ihre Hunde bei der FCI an, um so ihre Zuchterfolge qualifizieren zu lassen. Um jedem Interessenten einen optimalen Überblick zu verschaffen, ordneten man die Hunde zehn einzigartigen Gruppen und dann jeweils Sektionen zu. Den Hunderassen werden jeweils FCI-Mitgliedstaaten zugeordnet. Sie gelten gleichzeitig jeweils als Ursprungsländer.

Wann ist ein Hund ein Rassehund?

1911 wurde die Fédération Cynologique Internationale gegründet. Sie erfasst und kategorisiert dabei nicht nur Hunde, sondern auch Katzen und andere Tierrassen. Zurzeit repräsentiert sie 99 Mitgliedsstaaten. Grundsätzlich gibt es jedoch nur einen Verband pro Land. Ein wesentliches Gründungsmitglied war Raymond Triquet, dem auch die heutige Einteilung in zehn Gruppen zu verdanken ist.

Der derzeit gültige FCI-Modellstandard wurde am 23. bis 24. Januar 1987 beschlossen. Dabei trat die Generalversammlung in Jerusalem zusammen. Im Juli 2009 nahm der Vorstand eine Überarbeitung vor. Die letzte Modifizierung fand 2016 statt.

Die Rassenmodelle enthalten allgemeine Standards, die von den Hunderassenexperten bei jedem Hund geprüft werden. In der Beschreibung sind sowohl der körperliche Idealzustand als auch alle wesentlichen Merkmale des jeweiligen Hundes enthalten. Da sich nicht jedes Merkmal optimal abbilden lässt, gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Handelt es sich jedoch um untypische Merkmale oder Fehler, führen diese zum Ausschluss der jeweiligen Hunderassen. Das gilt auch für Verhaltensabweichungen, die von den Prüfern nicht toleriert werden können.

Grundsätzlich wird der Hunderassen-Urtyp in einem Dokument beschrieben, das alle Merkmale aufzählt, die der Experte visuell überprüfen kann. Dabei darf der vorstellende Züchter oder Zuchtverein bei dem Vierbeiner keine chirurgischen Schönheitsoperationen vorgenommen haben. Können diese bei der Begutachtung festgestellt werden, nimmt der FCI die Hunderasse nicht als Standard auf. Ferner sollte der Hund ein bewertbares und beurteilbares Temperament an den Tag legen und sich ohne Fehler bewegen können.

Auch die Beschreibung der jeweiligen Kategorie folgt einem bestimmten Muster. Zuerst kommt das Datum, zu dem der offizielle Standard angenommen wurde. Dann steht das jeweilige das Kürzel des betreffenden Landes oder Patronates. DE steht beispielsweise für Deutschland. Zum Schluss folgt die FCI-Standard-Nr., die die internationalen FCI-Rassenomenklatur widerspiegelt.

Wer sich für einen Hund entscheiden möchte, benötigt verlässliche Angaben zum Verhalten sowie Charakter seines neuen Familienmitglieds oder Gebrauchshundes. So ist beispielsweise der Collie ein wertvoller Begleiter der Schafherden.

Über die Klassifizierung wird die Hunderasse einer der zehn Gruppen sowie einem nachfolgenden Sektor zugeteilt. In diesem Zusammenhang kann man auch erfahren, ob der ins Auge gefasste Vierbeiner eine Arbeitsprüfung für die Eingruppierung benötigt.

Bei der Größe richten sich die Experten beispielsweise nach der maximalen Widerristhöhe, getrennt nach dem jeweiligen Geschlecht. Dabei spielt auch das geschlechtsspezifische Gewicht eine Rolle.

Wichtige Proportionen beziehen sowohl die Körperlänge als auch die Schulterhöhe ein. Mit Hilfe der Brusttiefe und Kopflänge lassen sich weitere interessante Einzelheiten zur Rasse beschreiben.

Der Einsatz einiger Hunderassen steigt und fällt mit den zugeordneten Charaktereigenschaften. Grundsätzlich ist der Umgang mit Hunden nicht gefährlich. Das gilt sowohl für die Experten als auch für jede andere Person. Da die Beurteilung nicht immer einfach und von Hund zu Hund unterschiedlich ist, dürfen in die Rassenbeschreibungen des FCI keine Merkmale wie Aggressivität oder extreme Ängstlichkeit aufgenommen werden. Während ein Schäferhund freundlich auf Fremde reagiert, kommt es bei einem anderen Vertreter der gleichen Art schnell zu Problemen. An die Stelle von Neugierde und Freude tritt seine Angst. Aus dieser resultiert wiederum Aggressivität, die jedoch auf individuellen Gründen basieren kann.

Welche Kategorien bietet die FCI an?

Einige beim FCI vorgestellte Hunderassen werden sofort endgültig anerkannt. Liegt dieser Fall vor, wird für die Rasse das CACIB oder Certificat d’Aptitude au Championat International de la FCI vergeben. Für die Rasse wird das betreffende Zertifikat ab der vorübergehenden Bestätigung geführt. Die betreffenden Hunderassen können dann zu Welt- und Sektionsweltkämpfen angemeldet werden.

Muss die beauftragte Kommission noch ihre endgültige Entscheidung treffen, erteilt der FCI nur eine provisorische Anerkennung. Die Rasse darf zwar nicht den CACIB-Titel führen, jedoch schon an weltweiten FCI-Titelwettkämpfen teilnehmen. Unter weltweit versteht der FCI Europa, Asien sowie den Pazifik. Die Erlaubnis erstreckt sich auch auf Nord- und Südamerika, einschließlich der Karibik.

Wurden die jeweiligen Hunderassen provisorisch oder endgültig anerkannt, muss der Verband das FCI-Logo auf allen dazugehörigen Abstammungsurkunden führen. Das gilt vor allem bei der Anmeldung zu Wettkämpfen.

Arbeitsprüfungen erleichtern die Einsätze der Hunde. In einigen Ländern sind diese Prüfungen jedoch vorgeschrieben. In Deutschland gibt es einen zusätzlichen Hundeführerschein, der von fast allen Haltern mittlerweile vorzulegen ist.

Landwirte sowie Schäfer können ihre Arbeit nicht alleine bewältigen. Das hängt mit den vielfältigen Aufgaben und den damit verbundenen Gefahren zusammen, die beispielsweise von Raubtieren drohen. Aus diesen Gründen werden speziell trainierbare Hütehunde benötigt, die außerdem eine Hütehundeprüfung ablegen können. Dabei weisen die betreffenden Hunderassen eine stets ausgeprägte Schutzhaltung auf.

Gebrauchshunde werden in der Fährtenarbeit sowie in der zielgerichteten Unterordnung trainiert. In einigen Bereichen versehen sie die Aufgaben von Schutzhunden, wie beim Zoll, der Polizei oder dem betrieblichen Wachschutz.

Wer einen Rettungshund sucht, kann sich ebenfalls auf die Klassifizierung der FCI verlassen. Diese Hunderassen werden beispielsweise von der Bergrettung oder dem Katastrophenschutz benötigt, um das Leben verschütteter Opfer zu retten.

Welche Gruppen- und Sektionseinteilung sieht die FCI vor?

Die Hunderassen werden jeweils einer der zehn Gruppen zugeordnet, die jeweils in Sektionen unterteilt werden.

Die erste Gruppe umfasst Hüte- und Treiberhunde. In dieser Gruppe werden die Sektionen Schäfer- und Treiberhunde geführt. Innerhalb der Sektionen wird noch nach unterschiedlichen Ländern und im Anschluss nach direkten Rassen differenziert. Schäferhunde und Collies zeichnen sich vor allem durch ihre Wachsamkeit aus, die sie bei der Vieh- und Schafzucht unter Beweis stellen.

In der zweiten Gruppe befinden sich Pinscher und Schnauzer. Hier gibt es drei Sektionen, von denen eine für die Schweizer Sennenhunde reserviert wird. Zu den typischen Vertretern der zwei weiteren Sektionen zählen beispielsweise die Doge, der Boxer sowie der Dobermann.

Gruppe drei umfasst in vier Sektionen alle Terrierarten. An dieser Stelle findet der Interessent beispielsweise den Jack Russel.

Für die Dachshunde ist die 4. Gruppe reserviert. Sie enthält nur eine Sektion, in der man den Dackel findet.

Die Spitze und Hunde vom Urtyp werden in den sieben Sektionen der fünften Gruppe behandelt. Die Vertreter verfügen über ein plüschartiges Fell. Zu ihnen gehören beispielsweise der Spitz und der Basenji.

Wer einen Lauf- oder Schweißhund sucht, findet ihn in der sechsten Gruppe. In dieser Kategorie sind die Sektionen Laufhunde, Schweißhunde sowie verwandte Hunderassen vertreten. Zu ihnen zählen die Bassets, der Dalmatiner und der Rhodesian Ridgeback.

Die siebte Gruppe hat zwei Sektionen und konzentriert sich auf die kontinentalen und britischen sowie irischen Vorsteherhunde. Diese auf die Jagd ausgerichteten Hunde verfügen über eine besonders feine Nase und sind sehr folgsam. Hier stehen der Münsterländer sowie alle Setterarten.

Die achte Gruppe enthält drei Sektionen, die wiederum Apportier-, Stöber- und Wasserhunden gewidmet sind. Als Beispiele bieten sich der Labrador, der Retriever sowie die unterschiedlichen Spaniel-Rassen an.

Gleich elf Sektionen sind in der neunten Gruppe enthalten. Sie umfassen alle Gesellschafts- und Begleithunde, wie beispielsweise den Pudel.

Die Kategorisierung schließt mit der zehnten Gruppe ab, die sich wiederum in drei Sektionen aufteilt. In diesen werden die verschiedenen Windhundarten vorgestellt.

Wie viele Hunderassen werden vom FCI provisorisch oder endgültig registriert?

Jedes Jahr nimmt der Verband neue Rassen auf. Im April 2020 gab es 353 offiziell vom FCI anerkannte Hunderassen. Momentan haben elf Hunderassen eine provisorische Einstufung erhalten. Außerdem garantiert die FCI für die gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Abstammungsurkunden. Dabei muss es sich aber um Länder und Richter handeln, die im FCI vertreten sind.

Die Rasse selbst ist das Eigentum des Landes, das als Ursprungsland der Art gilt. Abgesandte dieses Ursprungslandes erarbeiten zusammen mit den Kommissionen der FCI die gültigen Standards.